PODCAST

Rausch, Trauma und Sucht im Spiegel der Kunst

Dieser Podcast entführt Sie in die Welt des kunstvollen Rausches. Lassen Sie sich beglücken und ermuntern, genießen Sie ekstatische Momente in der Musik, der Literatur und der bildenden Kunst. Alle zwei Monate werden wir Ihnen unterhaltsam, fachkundig und mit Lust an der Kunst Auszüge berauschender Musik präsentieren. Mit künstlerischem Anspruch und größter Wertschätzung für die Autor*innen rezitieren wir Literatur, werden aber dabei die Schattenseiten des Rausches – nämlich Sucht und Trauma – beim Namen nennen.

PODCAST HöREN

Folge 1

JUNI 2022

Rausch und Psychose

Erinnern Sie sich noch an Ihren letzten Rausch? Wurden Sie albern, zutraulich oder melancholisch? Oder kennen Sie etwa Menschen, die im Rausch enthemmt wurden oder gar zu Aggressivität neigten und die Grenzen des Anstands überschritten? …

Folge 2

OKTOBER 2022

Rausch als Waffe – Das Trauma von Krieg und Gewaltherrschaft

Es ist unfassbar, aber in Europa ist wieder Krieg. Dies gibt unserer Podcastfolge „Rausch als Waffe“ eine ungeplante nicht vorhergesehene Aktualität. Rauschmittel zur Steigerung des Durchhaltevermögens und der Aggressivität von Kämpfenden oder zur Unterdrückung von Angst und Panik sind immer wieder eingesetzt worden. …

Folge 3

NOVEMBER 2022

Bacchanal – die Bacchusorgien

Lust und Rausch sollen in dieser Folge gefeiert und der Weingott Bacchus gewürdigt werden. In Anlehnung an die antiken Bacchus-Orgien findet sich mit der Genrebezeichnung „Bacchanale“ ein Begriff für die musikalische oder bildnerische Darstellung einer wilden, ausschweifenden Szene, in der Rausch und Erotik vorherrschen. …

EIN PODCAST VON
Konrad Isernhagen

REGIE Stefan Filipiak

MODERATION Barbara Klee-Reiter

SPRECHER*INNEN
Franziska Isernhagen
Angelika Isernhagen
Stefan Filipiak

Betörende Musik kann uns in Verzückung versetzen, ein packendes Buch bringt uns um den Schlaf und ein beeindruckendes Gemälde beschäftigt lange unseren Kopf. Wussten die Komponist*innen, die Schriftsteller*innen oder die Maler*innen von den berauschenden Wirkungen, die ihre Werke triggern? Hatten sie etwa selbst vergleichbare Rauscherlebnisse?

Rausch, Trance oder Ekstase sind essentielle Bestandteile der menschlichen Existenz. Jeder Mensch hat Rausch mehr oder weniger ausgeprägt oder häufig am eigenen Leib erfahren, sei es als hedonistisches Lebensgefühl, purer Lebensfreude oder in kultischen Zusammenhängen. Kunstwerke können bei Hörer*innen, Leser*innen oder Betrachtenden Affekte hervorrufen, die Rauscherfahrungen ähneln. Dies mag vom Künstler beabsichtigt gewesen sein, oder das Werk macht sich in seiner Wirkung auf den Zuhörer „selbstständig“ und kann rauschartige Zustände oder Glücksgefühle hervorrufen, die beim Hörer den Wunsch nach Wiederholung auslösen. Rausch und Sucht sind „Geschwister im Geiste“, die Übergänge sind fließend. In diesen Kontext gehört auch das Trauma, denn alles, was uns vermeintlich guttut und was Schmerz – körperlichen oder seelischen – zunächst lindert, wollen wir wiederholen, erneut erleben, auch wenn die Linderung durch Rauschmittel erfolgte. Friedrich Nietzsche hat dies kunstvoll formuliert:

„Denn alle Lust will sich selber, drum will sie auch Herzeleid! Oh Glück, oh Schmerz! Oh brich, Herz! Ihr höheren Menschen lernt es doch, Lust will Ewigkeit,

Lust will aller Dinge Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit!“ (Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Das Nachtwandler-Lied 11 – 12)

Ob und wie sich ein Rauscherlebnis, eine Sucht oder eine traumatische Erfahrung in einem Kunstwerk spiegeln, dieser Frage soll in diesem Podcast exemplarisch nachgegangen werden. Wir wollen lustvoll zeigen, wie Rausch, Trauma und Sucht Widerhall in der Kunst finden – ja Kunst vielleicht manchmal erst möglich machen.

Schon der römische Dichter Horaz war der Meinung: „Gedichte von Wassertrinkern können nicht gefallen und lange leben.“ Epistulae 1,19,2f. (nulla placere diu nec vivere carmina possunt quae scribuntur aquae potoribus).

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